Unterstützung Heyva Sor a Kurd / Camp Waşokanî



Durch die im Oktober gestartete Invasion der Türkei in Nordsyrien sind Hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben worden. Die Städte Serêkaniyê (Ras al-Ain) und Girê Spî (Tall Abyad) wurden vom türkischen Staat besetzt. Die Autonomieverwaltung von Nord- und Ostsyrien hat die aus der Besatzungszone vertriebenen Menschen zunächst in öffentlichen Schulen untergebracht. In der Gemeinde Tiwêna bei Hesekê wurde von der Autonomieverwaltung und dem Kurdischen Roten Halbmond (Heyva Sor a Kurd) ohne jegliche Unterstützung internationaler Hilfsorganisationen die Zeltstadt Waşokanî errichtet.


Anfangs Januar 2020 waren dort 6200 Menschen untergebracht. Wie Hesen Yûsif von der Camp-Leitung mitteilt, ist ein Ausbau der notwendigen Infrastruktur für die Versorgung der Flüchtlinge aufgrund der Wetterbedingungen zurzeit kaum möglich. Der Transfer aus Schulen und anderen behelfsmäßigen Unterkünften in das Lager verzögert sich daher. Yûsif appellierte erneut an internationale Hilfsorganisationen, die von der Türkei in die Flucht getriebenen Menschen in Nordsyrien zu unterstützen.


Laut einer im Januar veröffentlichten Bilanz der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) sind infolge der türkischen Invasion knapp 400.000 Menschen aus ihren Heimatorten vertrieben worden. 522 Zivilist*innen wurden getötet, weitere 2.757 verletzt.


Weitere Info's Rojava Komitee Bern

OpenEyes konnte ende 2019 insgesamt 15'000 CHF an Heyva Sor a Kurd überweisen. Grossen Dank an all den Helfer*innen vom Zaffaraya Fest 2019.

Zeigen wir uns solidarisch – Spenden (Vermerk ROJ) an:

OpenEyes Balkanroute

PC: 61-499563-0

IBAN: CH02 0900 0000 6149 9563 0

 
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